Alle Jahre wieder. So auch heuer:  Mit 9.1.2018 hat die Grippewelle offiziell Österreich erreicht.

Hier kurz zusammengefaßt die wichtigsten Informationen zum Thema Grippe (Influenza):

Was ist die Grippe?

Die echte Grippe ist eine durch verschiedene Stämme des Influenzavirus verursachte hochfieberhafte Erkrankung, die durch Tröpfcheninfektion und durch Mensch-zu-Mensch Kontakt übertragen wird. Die Inkubationszeit (dies ist der Zeitraum von Ansteckung bis Ausbruch der Erkrankung) beträgt 1 bis 4 Tage.

Welche Symptome macht die Grippe?

Die Grippe ist eine akut (plötzlich) einsetzende hochfieberhafte Erkrankung. Die ersten Anzeichen im Erwachsenenalter sind meist ein plötzlich, also aus eigentlich voller Gesundheit, eintretender Schüttelfrost, der in eine deutlich erhöhte Körpertemperatur (Fieber) übergeht. Das erste Krankheitsstadium ist oft von einem trockenen Reizhusten und einem kratzenden Hals begleitet. Dazu kommen in weiterer Folge oft Kopf-und Gliederschmerzen, ein massives Erschöpfungsgefühl und ein Unwohlsein/Übelkeit. Auch die Lichtempfindlichkeit der Augen wird als häufiges Symptom beschrieben. Die Krankheitsdauer wird mit 3-7 Tagen angegeben.

Gibt es Komplikationen der Grippe?

Die häufigsten Komplikationen, die allerdings in der Regel erst im Verlauf der Erkrankung auftreten, sind eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung. Eher seltene Komplikationen sind die Entzündung des Herzmuskels oder die Beteiligung des Zentralnervensystems. Bei Kindern sollte auch ein Augenmerk auf eventuell auftretende Ohrenschmerzen liegen.

Vorbeugung und Therapie während der Grippewelle

Grippewelle

Die Grippeimpfung ist ein wirksamer Schutz

Wichtig ist an dieser Stelle auch noch einmal die einzig mögliche Maßnahme der Vorbeugung zu erwähnen: die Grippeschutzimpfung! Gerade am Beginn der Grippewelle ist es noch sinnvoll an diese Möglichkeit zu denken. Sollten Sie keine Grippeschutzimpfung erhalten haben, dann wird empfohlen, während der Grippewelle Menschenansammlungen (dies betrifft im Besonderen auch Wartezimmer von Ordinationen, wenn man keine akute Konsultation benötigt) zu meiden und auch auf ausreichend Händehygiene zu achten (zB.: mehrmals täglich mit Seife Hände waschen).

In medizinisch begründeten Fällen, gibt es die Möglichkeit eines von zwei Medikamenten zur Behandlung der Grippesymptome zu verschreiben. Die Einnahme muss innerhalb der ersten 48 Stunden ab Krankheitsbeginn erfolgen. Die Wirkung dieser Medikamente besteht darin, die Symptome etwas abzuschwächen und die Krankheitsdauer um ca. einen Tag zu verkürzen. Allerdings ist die Einnahme auch mit möglichen Nebenwirkungen verbunden, wesahlb eine sorgfältige Nutzen-Risiko Abwägung vor Einnahme ratsam ist.

Bei gesunden Erwachsenen ist in der Regel eine rein symptomatische Therapie ausreichend. Zur Fiebersenkung sind unterschiedliche Medikamente verfügbar. Wegen des hohen Fiebers sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Was sollte ein Grippepatient beachten?

  • Das für eine Grippe typische schwere Krankheits- und Erschöpfungsgefühl sowie die Schmerzen und das Fieber führen in der Regel dazu, dass der Patient einige Tage lang das Bett hüten muss. Um so mehr Ruhe man dem Körper gönnt, um so mehr reduziert sich das Risiko eine Komplikation zu erleiden.
  • Wenn das hohe Fieber mehr als eine Woche lang anhält, ferner bei starken Brustschmerzen, völliger Kraftlosigkeit oder Abgeschlagenheit, sollte man ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Diese Symptome könnten Anzeichen einer Lungenentzündung oder einer Entzündung des Herzmuskels sein. In den ersten 24-48 Stunden der Erkrankung sind Komplikationen noch sehr unwahrscheinlich, gerade dann sollte Bettruhe eingehalten werden.